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05.01.2012, 11:07 Uhr | Joachim Bergmann Übersicht | Drucken
Luftschloss oder reale Planung?

„Es  gibt weder eine wohlwollende Zustimmung der CDU-Fraktion zum FDP-Vorschlag zur Bebauung des Stadtwerkegeländes noch einen breiten Konsens für die vorgeschlagene weitgehend offene Bebauung des Mainufers.“  So die Reaktion des CDU-Fraktionsvorsitzenden Joachim Bergmann auf eine entsprechende Pressemitteilung des FDP-Vorsitzenden René Rock.


Der CDU-Fraktionschef weist noch einmal darauf hin, dass sich die CDU-Fraktion intensiv mit dem Vorschlag der FDP beschäftigt hat und der Öffnung und Terrassierung zum Main hin - neben erheblichen Bedenken zum Gesamtkonzept - auch positive Aspekte abgewinnen kann. „Insgesamt aber hat die Planung mit unserer ursprünglichen Absicht, Ausgleichsflächen für die Umgehungsstraße zu generieren, gar nichts mehr zu tun. Im Vorschlag der FDP wird durch eine massive Bebauung des Jahnsportplatzes und eine fast vollständige Versiegelung des Stadtwerkegeländes gerade das Gegenteil bewirkt. Vorhandene Freiflächen werden betoniert und mögliche Erholungsflächen zerstört.“
Aus diesem Grund kommt für die Seligenstädter Union eine Bebauung des Jahnsportplatzes gerade nicht infrage. Joachim Bergmann:“Ein Gespräch mit der Konrad-Adenauer-Schule und der TGS hat zu dem Ergebnis geführt, dass eine Bebauung des Jahnsportplatzes sowohl von der Schule als auch von dem Verein unter Hinweis auf die zu erwartenden Einschränkungen beim Schul- und Vereinsbetrieb abgelehnt werden. Die CDU bleibt daher bei ihrer Planung, die übrigens auch vom überwiegenden Teil der Bürger, die unsere Veranstaltung hierzu besucht haben, befürwortet wird. Hiernach soll im Anschluss an das TGS-Gelände ein Kleinsportfeld entstehen sowie Flächen für technische Disziplinen wie Weitsprung und 50m-Bahn ausgewiesen werden. Die Restfläche soll in eine Grün- und Erholungsfläche mit Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Jung- und Alt umgewandelt wer-den.“
Da die CDU allerdings nicht beabsichtigt, Vorschläge ungeprüft abzuwürgen, wurde der eigene Antrag dahingehend erweitert, die Initiative der FDP auf Ihre Realisierbarkeit und die Finanzierbarkeit zu überprüfen. Dabei werde es sich herausstellen, ob der Vorschlag eine reale Alternative oder nur ein Luftschloss ist.
Inzwischen haben CDU-Fraktion und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ihre Initiativen zu dem Gebiet in einem gemeinsamen Antrag zusammengefasst. Neben der Beschreibung der grundsätzlichen Ausrichtung der beabsichtigten Gestaltung des Gesamtgebietes wird hierbei festgeschrieben, dass zur Erreichung der Planungsziele  eine direkte und umfassende Bürgerbeteiligung in Form einer neutral moderierten Planungswerkstatt vorzusehen ist. Die Planungswerkstatt soll sich mit der Gestaltung des Gebietes unter Berücksichtigung der  im Antrag beschriebenen Festlegungen befassen. Vorschläge und Ideen aus der Bürgerbeteiligung sollen aufgenommen und eingearbeitet werden. Bei Konflikten zwischen den Vorschlägen der Stadtverordnetenversammlung und den Vorschlägen aus der Bürgerschaft sollen schließlich Lösungsvorschläge aus fachlicher Sicht unterbreitet werden.




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